Bewerbungsfails: 6 No-Go’s im Bewerbungsprozess

Egal ob das Urlaubsbild am Strand als Bewerbungsfoto oder den Arbeitgeber abwürgen – im Bewerbungsprozess sind Fails und Fettnäpfchen keine Seltenheit und sorgen für unbeabsichtige Lacher. Wir zeigen euch die witzigsten Fails, sodass ihr diese umschiffen könnt und eure Bewerbungschancen steigen. 

Wir haben euch schon viele Tipps zu Best Practices im Bewerbungsprozess gegeben, aber wie steht es mit den No-Go’s? Heute stellen wir euch Bewerbungsfails vor, die zwar lustig zu lesen sind, in der Realität aber absolut gar nicht gehen.

Die 6 Bewerbungsfails im Überblick

Fail #1: Moin Chef, was geht ab?

In Gastro & Co. ist man schnell per du. Der Umgangston kann ungezwungen sein, aber auch mal rough. Wer aber schon gleich zu Beginn im Bewerbungsschreiben oder -gespräch mit einem saloppen “Was geht ab?” startet, der schneidet sich ins eigene Fleisch. Angesagte Kneipe auf dem Kiez – oder 5-Sterne-Hotel? Achte darauf, mit wem du gerade sprichst und passe darauf deinen Ton an und ob du duzt oder siezt. Nutze im Zweifelsfall eher eine Prise mehr Höflichkeit und Respekt. Wie man so schön sagt: „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“.

Fail #2: Hochmut kommt vor dem Fall

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist im Bewerbungsgespräch sicherlich von Vorteil. Jedoch muss man erstmal zum Gespräch eingeladen werden. Personaler und Arbeitgeber berichten von Bewerberin, die das Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall“, wahrscheinlich noch nie gehört haben.

Manche Bewerbungsratgeber schlagen im Einleitungssatz des Anschreibens so etwas vor wie: „Herzlichen Glückwunsch, mit meiner Bewerbung hat Ihre Suche nach einem neuen Mitarbeiter ein Ende!“ Dass du der perfekte Kandidat bist, sollte eher zwischen den Zeilen stehen.

Andere HR-Mitarbeiter erzählen„Ich hatte vor kurzem mal eine, die bei Familienstand ‚gehoben‘ angegeben hat.“  Andere berichten von  Gehaltsvorstellungen von 180.000€ im Jahr oder jemand der als einzige Schwäche seine Sehschwäche nennt. Diesen Bewerbern kann man nur viel Glück wünschen. 

Fail #3: Fettnäpfchen Bewerbungsbild

Dein neues Bild auf Instagram oder deine Urlaubserinnerung auf Facebook haben auf deiner Bewerbung nicht zu suchen. Für den ersten Eindruck gibt es nämlich keine zweite Chance. Wer in der Gastronomie arbeiten möchte, der weiß, dass ein ansprechendes Aussehen ein großer Entscheidungsfaktor ist. Achte daher darauf gepflegt und ordentlich aufzutreten. Urlaubsfotos am Strand, bei denen der Kopf ausgeschnitten wurde, oder Selfies, sind leider keine Seltenheit. Bei dem Bewerbungsfoto geht es darum, dich von deiner professionellsten Seite zu präsentieren. 

Fail #4: Frustrierende Absagen

Eine Absage ist zwar im ersten Moment ernüchternd, aber nutze eine Absage dazu dir Feedback zu holen. Frage den Arbeitgeber, was Ihn zu seiner Entscheidung bewogen hat und setzte deine Jobsuche gestärkt fort. Was nicht geht, ist die Absage nicht wahrhaben wollen. Wie der Bewerber in diesem Tweet:

Von so einer Antwort auf eine Absage solltest du absehen. Der Kandidat hat zwar im Nachhinein eine Begründung für die Ablehnung bekommen, den Job aber natürlich nicht. Und einen guten Eindruck hat er auch nicht hinterlassen. 

Fail #5: Können Sie zum Punkt kommen?

Den „gestressten und extrem wichtigen“ Bewerber vor einem Arbeitgeber zu mimen, kommt gar nicht gut an. Laut einigen Berichten im Internet erzählen viele Personaler und Arbeitgeber, dass mehr als einmal, der Bewerber beim Vorstellungsgespräch sehr kurz angebunden war und immer wieder betont, er habe nur ein kurzes Zeitfenster. Eigentlich kann er daraufhin direkt wieder gehen. Wer wirkliches Interesse hat, nimmt sich schließlich ausreichend Zeit.

Fail #6: Kaffeeklatsch im Anschreiben

In unserem Lebenslauf-Artikel raten wir euch, eure relevanten Interessen und Hobbies in die Bewerbung mit aufzunehmen. Natürlich gilt das nicht für absolut unpassende Hobbies wie „Komasaufen“ oder „Strafzettel sammeln. Das ist ein No-Go und hat nichts in der Bewerbung zu suchen.

Generell gilt: Natürlich kannst du persönliche Details in die Bewerbungsunterlagen einfließen lassen. Achte aber darauf nur Punkte zu nennen, die dich in ein positives Licht rücken und den Leser weiterbringen. Zu skurriles deshalb lieber weglassen – den Beziehungsstatus inbegriffen. Dass es bei dir in der Beziehung „läuft“, muss der Personaler nicht wissen. 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So geht es richtig

Bei all den Vorgaben und Regeln, die man beachten muss und Fettnäpfchen, die umgangen werden müssen, scheint „die perfekte Bewerbung“ wie der heilige Gral. Die gute Nachricht ist: auf shjft.de/blog (Lebenslauf schreiben, Tipps zur Jobsuche) und anderen Seiten findest du zahlreiche wertvolle Tipps, die dich näher an dein Ziel bringen und weg von Bewerbungsfails!